Krippenaufbau in St. Josef
Am Montag vor Heilig Abend traf sich gegen 9.00 Uhr die neunköpfige Gruppe der Krippenbauer, um gemeinsam die Krippe und die großen Weihnachtsbäume am Altar in der St. Josef Kirche in Rodde aufzustellen. „Durch die gemeinsame Arbeit und die Erfahrung seit mehreren Jahren, schafften wir es alles bis 16.00 Uhr fertigzustellen“, freut sich Ludger Thiemann, langjähriges Mitglied des Krippenbauerteams. Nach getaner Arbeit ließen die Krippenbauer den Tag bei Kaffee und belegten Brötchen ausklingen.
Wer die Krippe in der Rodder Kirche St. Josef besichtigen möchte, hat jeden Tag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr dazu die Gelegenheit.
„Was jetzt noch in der Krippe fehlt, ist das Jesuskind erzählt Ludger Thiemann mit einem Augenzwinkern. Ich werde das Kind am Heiligen Abend rechtzeitig an seinen angestammten Platz in der Krippe bringen.“ Hintergrund zu diesem Versteck ist die Geschichte, die sich schon 2017 zugetragen hat. Beim Krippenaufbau fehlte das Jesuskind. Keiner der Helfer konnte sich erinnern, dass sich jemand das Jesuskind ausgeliehen hatte. Ludger Thiemann hängte sich ans Telefon und baute eine Telefonkette auf. Bei der damaligen Pastoralreferentin Anna Held wurde er dann aufgeklärt. „Mensch Ludger, das Jesuskind wird doch von den angehenden Kommunionkindern in der Vorweihnachtszeit beherbergt und jeder darf es eine Nacht behalten, dann wird es weitergereicht“, erklärte Anna Held. 2018 lag dann auf dem Platz des Jesuskindes im Keller ein Zettel mit dem Vermerk: „Das Kind ist auf Reisen, wird rechtzeitig zurück sein“.
Das 9-köpftige Team baut seit Jahren die Krippe in der Kirche auf. Am 6. Januar kommen die Heiligen drei Könige und der Elefant zum Krippenstall.
Zur Historie der Rodder Krippe:
17 Lindenholz-Figuren gehören zur Rodder Krippe. Pastor Heinrich Tovar hat 1956 die ersten Figuren bei dem Bildhauer Conrad Schmidt in Bevergern in Auftrag gegeben. Ein Jahr später kamen die Hl. Drei Könige, ein Kamel und ein Elefant dazu. Alle Figuren sind aus Lindenholz gearbeitet und sind durchschnittlich 50 Zentimeter hoch. Ein sehr natürliches Aussehen und charakteristische Köpfe prägen die Figuren. 1963 baute Heinrich Holthaus einen Stall aus Eiche in passender Größe. 2005 schenkte Pastor Hubert Kreft der Gemeinde einen Ochsen und einen Esel, die er in Elte beim Schnitzer Heinrich Pöpping bestellt hatte. Seit 1989 befindet sich die Krippenlandschaft, naturnah gestaltet, rechts vom Altar.
Text und Foto Klaus Offenberg