Jahreshauptversammlung des Heimatvereins mit Wahl zahlreicher neuer Beisitzer
Der Heimatverein Rodde e.V. hatte zur Jahreshauptversammlung im Pfarrsaal schriftlich eingeladen und daraufhin waren am Sonntag 40 Heimatfreunde zusammengekommen. Zunächst begrüßte Friederike Eying vom Vorstand alle Gekommenen und lud ein, sich am üppigen Büffet mit selbstgebackenen Kuchen und Schnittchen, alles Spenden von Rodder Bürgerinnen und Bürgern, zu bedienen. Nach fröhlicher Runde mit Kaffee und Kuchen begann der förmliche Teil. In einer Schweigeminute wurde der drei verstorbenen langjährigen Vereinsmitglieder gedacht. Ralf Horstmann als Schriftführer verlas das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom Vorjahr und dieses konnte genehmigt werden. Beim Jahresrückblick mit zahlreichen Fotos, vorgetragen vom Friederike Eying, konnten alle Heimatfreunde sich ein Bild von der Vielfalt der Aktionen während der vergangenen zwölf Monate machen. Jeder der von Bevergern aus Rodde nach Rodde kommt, wird up Platt und Hochdeutsch auf dem schmucken Dorfschild begrüßt bzw. in anderer Rcihtung verabschiedet. Der Fachwerkrahmen nach 20 Jahren von Tischlermeister Markus Dirksmeier mit Hilfe eines Förderprogramms restauriert worden. Der Heimatverein hatte außerdem eine neue Schrifttafel entworfen. Das zweite Dorfschild in Richtung Rheine ist schon fertig und wird von freiwilligen Helfern aufgestellt werden, sobald die Bauarbeiten zur Verlegung der Trinkwasserleitung beendet sein werden. Der Heimatverein hatte beim zweiten Dorftag im Mai 2025 mit einem Infostand auf dem Schulhof mitgewirkt. Auch im Mai gab es die große Radtour der drei Heimatvereine Rodde, Bevergern und Elte, dieses Mal vom hiesigen Heimatverein ausgerichtet und mit Führung durch die Biogasanlage Exeler sowie Kaffee und Kuchen und Grillen für über 70 Teilnehmer. Die Schleusenbaustelle konnte im Juli mit Führung besichtigt werden, was sicherlich auch dieses Jahr noch einmal angeboten wird. Bei der traditionellen Geburtstagsfeier der Jubilare sorgte ein Drehorgelspieler für Stimmung und auch die Märchenerzählerin sorgte für einen unterhaltsamen Herdfeuerabend. Der Heimatnachmittag mit Erzählungen aus „Badetag und Wundertüte“ führte in die Kindheit so manchen Zuhörers zurück und up Platt gab es auch noch Dönekes zu hören. Für Kinder und Jugendliche in Rodde wurde beim Spielplatzfest eine Ralley durch Rodde mit Knobelaufgaben und Preisverleihung veranstaltet und an der Grundschule wurden im Rahmen des Sachkundeunterrichts Kartoffeln gepflanzt und mit Kartoffelstempeln gedruckt, wozu die kleine Ernte reichte. Eine weitere wichtige Aktion, bei der der Heimatverein jedes Jahr mitwirkt, ist die Müllsammelaktion „Sauberes Rodde“, an der alle Rodder Vereine und die Jäger teilnehmen. Es ist immer wieder schön, dass man mit vereinten Kräften an nur einem Vormittag rund um Rodde und Kanalhafen Gehwege, Seitenstreifen und Natur von allerhand Unrat befreit. Der Container der Technischen Betriebe ist jedes Jahr fast voll. Für alle Helfer gab es traditionell gratis Bratwurst und Getränke im Anschluss.
Der Kassenbericht der Handkasse wurde von Friederike Eying mit Einnahmen und Ausgaben zu einzelnen Veranstaltungen und der Kassenlage insgesamt mit einem leicht positiven Ergebnis vorgestellt. Ralf Horstmann stellte die Zahlen des Girokontos, puls minus Null, vor und die beiden Kassenprüfer Franz-Josef Orthmeier und Günther Döcker konnten eine ordnungsgemäße Kassenführung bestätigen. Der Vorstand konnte einstimmig entlastet werden.
Nun standen zwei Verabschiedungen von Mitgliedern des Vorstands an. Ralf Horstmann beendete seine 15jährige Tätigkeit als Schriftführer und die kommissarische Führung des Girokontos während der letzten beiden Jahre beim Heimatverein Rodde. In 15 Jahren trug er ein umfangreiches, vorbildlich sortiertes Archiv mit historischen Fotos und Dokumenten zusammen, das auf Anfrage für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich ist. Er wirkte bei der großen Fotoausstellung in der Grundschule mit, stellte das Heft „25 Jahre Heimatverein Rodde“ im Jahr 2015, die Festschrift „200 Jahre Bauerschaftsversammlung Rodde“ 2023 und das Heftchen „Rodde in Zahlen: Chronik von Rodde“ für den Dorftag im November 2024 zusammen. Die Power Point Präsentation „75 Jahre Im Diek“ von 2025 war auf starkes Interesse bei ehemaligen und hinzugezogenen Bewohnern dieser Straße gestoßen. Zur Tätigkeit des Schriftführers zählten auch das Verfassen der Protokolle der regelmäßigen Vorstandsitzungen und der Jahreshauptversammlungen. Als Dankeschön für die langjährige Tätigkeit überreichte der Vorstand einen Präsentkorb. Außerdem wurde Ralf Wolters nach einjähriger Tätigkeit als Beisitzer verabschiedet, da er sich von nun an im neu gewählten Stadtteilbeirat für Rodde engagieren wird. Auch er wurde für seine tatkräftige und konstruktive Mitarbeit im Vorstand mit einem Präsentkorb verabschiedet.
Nun standen die in der Einladung angekündigten Vorstandsergänzungswahlen an und schließlich erklärte sich Friederike Eying bereit, dafür die Wahlleitung zu übernehmen. Ein Ehrenamt ist nicht nur eine Tätigkeit, um gemeinsam unser Dorf zu verschönern und traditionelle Veranstaltungen zu organisieren, sondern bringt in Form der Ehrenamtspauschale, die dieses Jahr neu in die Satzung aufgenommen werden soll, auch steuerliche Vorteile. Es sollte bei der Versammlung ein neuer Schriftführer(in) und auch ein Kassierer(in) gefunden werden, was sich als schwierig herausstellte. Das Amt des Schriftführers blieb offiziell unbesetzt und wird kommissarisch von Friederike Eying weitergeführt. Glücklicherweise bleibt Ralf Horstmann dem Heimatverein weiterhin als Archivar erhalten und wurde in dieser Funktion einstimmig als Beisitzer in den Vorstand gewählt.
Für die neu gegründete Jugendabteilung des Heimatvereins, unter der zukünftig die Tannenbaumaktion, Grünzeugholen und Osterfeuer als traditionelle Veranstaltungen mit großem Wert für unser Dorf laufen, wurde Michael Sauerland mit seinem Einverständnis in Abwesenheit einstimmig gewählt. Das bei den Aktionen gesammelte Geld wird der Jugendarbeit in dieser Abteilung zu Gute kommen, so dass die freiwilligen Helfer eigene Ausflüge und Aktionen nach Wunsch planen können.
Eine weitere neue Sparte des Heimatvereins werden naturkundliche Exkursionen sein, zum einen für Kinder in Rodde und zum anderen auch für Erwachsene in und um Rodde mit dem Fahrrad. „Man kann nur schützen, was man kennt“, so stellte Manuela Wullkotte das Konzept, das sie als geschulte Biodiversitätsbeauftragte vom Kreis Steinfurt gerne interessierten Rodder Heimatfreunden ab Juni vermitteln möchte, vor. Sie wurde einstimmig als Beisitzerin in den Vorstand gewählt.
Karin Sauerland meldete sich mit dem Vorschlag, Beisitzerin für das Spielplatzfest zu werden. Nach dem großen Erfolg des Spielplatzfestes im vergangenen Jahr soll dieses wieder am Weltkindertag im September stattfinden und Karin Sauerland wurde einstimmig zur Beisitzerin in den Vorstand gewählt.
Für die Führung des Girokontos gab es schließlich auch noch eine Kandidatin, nämlich Annette Schumacher, die sich dieses Amt zutraut und von Ralf Horstmann eingearbeitet werden kann. Sie wurde einstimmig von den versammelten Mitgliedern als Beisitzerin in den Vorstand gewählt.
Somit hatte der Vorstand einigen Zuwachs erhalten und Friederike Eying konnte zum Punkt 14. Verschiedenes kommen. Der Heimatverein in Rodde ist und bleibt ein wichtiger Verein, der sich mit seinen vielfältigen Aktionen für Jung und Alt breit aufgestellt hat. Zukünftig werden über den Rodder Dorfkanal und natürlich über die Zeitung Helfer für Aktionen und Veranstaltungen gebeten, den Vorstand zu unterstützen. Wer gerne Radtouren organisiert, ist beim Heimatverein genau richtig. Der beliebte Rastplatz mit der Treidelhütte wird dieser Tage auf Vordermann gebracht werden. Bald wird man dort Einiges erneuert werden müssen und auch hier können sich Freiwillige bei der Neugestaltung einbringen. Über den Dorfkanal wird bekannt gegeben, wann das zweite rundumerneuerte Dorfschild aufgestellt werden soll. Starke Männer gesucht! Beim Spielplatzfest im September werden auch zahlreiche Helfer benötigt, damit alles wieder so schön läuft wie im Vorjahr.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Zukunft des Heimathauses „Alter Bahnhof“. Hier findet gerade ein Eigentümerwechsel statt. Der Heimatverein war seit 2012 Untermieter im Gebäude und der Vorstand hat sich nach Alternativen umgeschaut. Das alte Bahnhofsgebäude als historisches Gebäude hat Charme und ist mit seiner Einrichtung ein gemütlicher Ort. Allerdings ist die Aufteilung in zwei kleine Räume schwierig, so dass man mit maximal 30 Personen sitzen kann und ein Vortrag mit Projektion gar nicht möglich wäre. Hinzu kommen die seit Anfang 2023 anfallende Pacht und die Arbeitseinsätze innen und draußen. Im Grunde genommen nutzt der Heimatverein den alten Bahnhof zu wenig, um den hohen Aufwand zu rechtfertigen. Der Vorstand stellte seinen Entschluss vor, zum Jahresende das Mietverhältnis zu beenden. Als Alternativen für alle Innenveranstaltungen kann wie auch heute das Pfarrheim gebucht werden und für Radtouren mit abschließendem Grillen kann das Vereinsheim am Sportplatz gemietet werden, wo man sogar wetterunabhängig grillen kann.
Das Thema wurde in großer Runde diskutiert und natürlich gab es auch Gegenstimmen zum Entschluss des Vorstands, aber auch Befürworter. Im Moment heißt es noch abzuwarten, bis etwas Offizielles zu den Eigentumsverhältnissen gesagt werden kann.
Bei dieser JHV hätten gleich sechs Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft im Heimatverein geehrt werden sollen, allerdings konnte keiner von ihnen erscheinen, so dass die Urkunden und Geschenke, eine echte Rodde Tasse mit Süßigkeiten jeden persönlich zugestellt werden.
Text: Friederike Eying
Foto des neuen Vorstands (v.l.): Annette Schumacher, Veronika Löchte, Manuela Wullkotte, Ralf Horstmann, Dieter Schröer, Friederike Eying, Michael und Karin Sauerland, es fehlt Werner Elmer