Konzert von Freaky Friday

„Was für eine wunderschöne Location!“,
schwärmte Ute Volk, die Sängerin der Live-Coverband „Freaky Friday“ am
Ende des Open-Air Konzerts am Torfmoorsee am Samstagabend. Über 400
Gäste waren schon frühzeitig gekommen. Einige hatten vorweißlich ihre
Campingstühle mitgebracht, um auf dem Rasen nahe am See einen der besten
Plätze zu erwischen. Auch die kleinen Nieselregeneinlagen vertrieben die
Angereisten, die zu Fuß, mit dem Rad oder Auto erschienen waren, nicht. Die
Bühne musste zwar noch mit einem weiteren Sonnenschirm bestückt werden,
doch dann klarte das Wetter auch schon auf. Blauer Himmel und am Ende ein
Sonnenuntergang im Torfmoorsee, „was hätten wir besser haben können!“, so
der Sprecher und Rhythmus Gitarrist der Band, Ralf Schöpker. Musik aus dem
Bunker aber eben nicht im Bunker sondern hier unter freiem Himmel. Jubel
brandete auf, als die ersten Töne aus Lead Gitarre, Bass, Rhythmus Gitarre,
Keyboard und Schlagzeug ertönten. Und schon stieß die stimmlich brillante
Sängerin Ute Volk dazu und wurde bereits begeistert beklatscht. Die Freude an
der Musik, an der Location und an den vielen Gästen, spiegelte sich in ihrer
Mimik wider. Dann folgte ein Reigen von Evergreens aus den 70er und 80er
Jahren, „Highway to hell“, „Bad moon arising“, „Walking in Memphis“, „Fool
Proof“, „Proud Mary“ und weiteren Hits. In den Pausen, in der sich die
Bandmitglieder unter ihre Fans mischten, drehten die sechs weiter ausgelassen
auf. „Verdammt lang her“ sang Klaus Engemann am Keyboard und löste so
einmal seine Bandkollegin Ute ab. Die Zuhörer fielen sofort in den Refrain ein,
der bei dem ein oder anderen nostalgische Erinnerungen auslöste. Satte Beats
mit Wipp-Faktor wechselten mit leiseren Tönen. Schon beim ersten Set der
Band wagten sich die ersten Tänzerinnen vor die kleine Bühne. Im Laufe des
Abends wurden es immer mehr, die ausgelassen tanzten und mitsangen. Die
beiden Gitarristen der Band verließen zeitweise die Bühne um mit dem
Publikum zu interagieren. „So‘ne Pfeife kann bloß Lindenberg“, warf die
Sängerin Ute in die Menge, um dann den Anfang des Stückes „Mein Ding“ zu
pfeifen, beim Refrain stimmten die Fans gern ein. Die Musiker von „Freaky
Friday“ beherrschen ihre Musik, sind offen für neue Songs und können ihre
Spielfreude an ihr Publikum weitergeben. Das wurde noch einmal zum Schluss
des Konzertes deutlich, als der Lead Gitarrist, Herbert Scherder bei „Purple
Rain“ seine Gitarre markant tönen ließ und die Zuhörer zu wahren
Begeisterungsstürmen hin riss. Die Hobbymusiker hatten lange nach der
Schließung der Gaststätte „Jägerkrug“ in Rodde nach einer Nachfolgelösung für
ihre Gigs gesucht und waren bei Johanna Mundner vom „Ankerplätzchen“, am
Torfmoorsee fündig geworden. Die Wirtin, die dort den Ausschank und Imbiss
betreibt zeigte sich total geflasht von der Anzahl der Gäste. „Damit haben wir
nicht gerechnet und wir nehmen das als Ansporn, um weitere Events hier am
Torfmoorsee zu etablieren. Klar, dass „Freaky Friday“ im nächsten Jahr
wiederkommt“, versprach sie dem Publikum.