Rodde - landwirtschaftlich!
Landidylle mit modernster Technik
Die Landschaft rund um und in Rodde ist geprägt von den Weiten der zahlreichen Felder: Im Frühjahr setzt der gelbe Teppich der Rapsfelder mit dem strahlenden Blau des Frühsommerhimmels farbliche Akzente. Meterhohe Maispflanzen wechseln sich im Hochsommer mit dem gelben Korn ab, das gespickt ist mit den roten Tupfen der Klatschmohnpflanzen. Mit den Stoppelfeldern wird die kalte Jahreszeit eingeläutet, bevor das satte Grün der frisch sprießenden Ackerpflanzen als erste Frühjahrsboten auftreten.

Von Schweinen und Kühen
Die großen und weiten Ackerflächen Roddes tragen wichtige Früchte für die Arbeit der örtlichen Landwirte: Viele landwirtschaftliche Betriebe veredeln hier Korn, Mais und Gras: Auf den überwiegend sandigen Böden wächst kostbares Tierfutter heran, welches am Ende für saftiges Fleisch und frische Milch sorgt. Tür an Tür leben Landwirte mit den Rodder Bürgern – Landwirte, die ihren Betrieb im Nebenerwerb und einige, die den Betrieb im Vollbetrieb führen. Mehr als die Hälfte der Landwirte haben sich für die Schweinemast entschieden. Darunter sind auch Betriebe, die ein geschlossenes System führen. Das heißt, dass bei ihnen die Ferkel geboren werden und bis zur Schlachtung auf den Höfen verweilen. Ein anderer unter ihnen hat sich komplett auf die Ferkelerzeugung spezialisiert. Geboren von den Zuchtsauen verweilen sie bis zu einem Alter von zehn Wochen oder einem Gewicht von 28 bis 30 Kilogramm im landwirtschaftlichen Betrieb.

Landwirtschaft im Nebenerwerb
Viele Betriebe in Rodde konzentrieren sich auf die Bullenmast und einige von ihnen zusätzlich auf den Milchkuhbetrieb. Völlig viehlos sind dagegen andere Unternehmen. In einem stehen Gemüse, die roten Früchte des Frühsommers, die Erdbeeren, und im Herbst die Kürbisse hoch im Kurs. Direkt vom Hof aus findet hier der Verkauf statt. Darunter haben sich Landwirte nur dem Ackerbau und zusätzlich dem Verkauf von Kaminholz verschrieben, ausschließlich im Nebenerwerb.

Smartphone mit Fütterungs-Software
Nur allen ist eines gemeinsam: Sie alle lieben ihre Tiere und ihre Arbeit. Hier werden weder Schweine noch Kühe als Produkt, sondern als wichtiges Lebewesen betrachtet. Sie müssen für die Landwirte und die Verbraucher Hochleistung erbringen und das tun sie nur, wenn sie gut gehalten werden. So ist es heute eine spannende Wissenschaft für sich, einen Viehbetrieb zu führen. Alles muss perfekt aufeinander abgestimmt sein. Moderne Betriebe funktionieren mit digitaler Technik auf die Sekunde genau – der Einsatz von Smartphone mit Fütterungs-Software ist heute keine Seltenheit. Doch im Mittelpunkt steht das Wohlergehen des Tieres – und am Ende das des Verbrauchers. Wer heute noch die Bauernhofidylle aus dem Bilderbuch vor Augen hat, wird positiv überrascht sein, was in den Ställen von heute passiert.

Blick hinter die Hofmauern
Wer sich in Rodde über die landwirtschaftliche Arbeit informieren möchte, kann in Absprache mit dem jeweiligen Landwirt einen Blick hinter die Mauern der landwirtschaftlichen Betriebe werfen. Dafür sollten sich Interessierte aber ausreichend Zeit nehmen, denn hier gibt es viel zu entdecken und so manchen wird es verblüffen, was er dort erblicken wird. Mit den „Hofbesuchen“ wollen die Landwirte in einen Dialog mit der Öffentlichkeit treten. Wer sich also als Verbraucher darüber informieren möchte, woher seine Milch und sein Fleisch kommen, ist bei den Rodder Landwirten an der richtigen Adresse. Kontakt stellt Landwirt Martin Plenter unter Tel. 05459-4967 her.

Landwirte als Netzwerker
Aufgrund der vielfältigen Entwicklung, die sich durch die Forschung in der Landwirtschaft ergeben, ist auch das Netzwerken für Landwirte heute wichtiger denn je. Ein solches Netzwerk stellt der landwirtschaftliche Ortsverband Rheine des Westfälisch Lippischen Landschaftsverbandes Steinfurt dar. Als Interessenvertretung nimmt der Verband, der dem übergeordneten Deutschen Bauernverband angehört, auch Einfluss auf Gesetzesbeschlüsse.